Das Leonardo da Vinci Programm, Grundlage für lebenslanges Lernen
Angesichts der konjunkturellen Lage steht Europa heute vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen gilt es, die europäischen Bürger besser auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt vorzubereiten und auf diese Weise die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Zum anderen benötigt die Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte, um angesichts eines immer schärferen weltweiten Wettbewerbs mit dem raschen wissenschaftlichen und technologischen Wandel Schritt halten zu können. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen dient das Programm Leonardo da Vinci der Europäischen Kommission als ein Innovationslabor im Bereich des lebenslangen Lernens.
Nach der ersten Phase von 1995 - 1999 befindet sich Leonardo da Vinci, das gemeinschaftliche Aktionsprogramm in der Berufsbildung, derzeit in der zweiten Phase, die sich auf die Jahre 2000 - 2006 erstreckt. Im Rahmen des Programms werden transnationale Projekte gefördert, bei denen die verschiedenen Akteure der Berufsbildung (Ausbildungseinrichtungen, Berufsschulen, Hochschulen, Unternehmen, Handelskammern, usw.) zusammenarbeiten, um Mobilität und Innovation zur fördern und die Ausbildungsqualität zu steigern. Das Leonardo da Vinci Programm soll die Menschen bei der Verbesserung ihrer fachlichen Qualifikation lebenslang unterstützen.
Die Gemeinschaftsmittel für die erste Phase des Programms beliefen sich auf 793,8 Mio. €, etwa 40% davon für Mobilitätsprojekte. Das heißt, von Ende 1995 bis Anfang 2001 erhielten etwa 125 000 Personen ein Darlehen für einen arbeitsbezogenen Auslandsaufenthalt. Ferner wurden insgesamt über 3 000 Pilotprojekte und sonstige Projekte finanziert, die zu einer ganzen Reihe von Ausbildungsleistungen in einer Vielzahl von Medien führten. Die Mittel wurden in der zweiten Phase aufgestockt und im Jahre 2001 erhielten etwa 38 000 Personen einen Leonardo-da-Vinci-Zuschuss. Das Budget für die zweite Phase beträgt fast 1,4 Milliarden Euro, wobei das Programm 31 Ländern offen steht.
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